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Rieß: Die Kunden waren den rein systemati-
schen Zugang natürlich nicht gewöhnt und
haben sich zu Beginn mit der Asset Allocation,
die zum Teil ziemlich exotisch war, schwer
getan. Deshalb bestand eine unserer Hauptauf-
gaben darin Erklärungen zu liefern und zu zei-
gen, dass das Risikomanagement des Handels-
ansatzes von ARTS ausgefeilt ist.
Ab wann wurde die Palette der ARTS-Fonds
erweitert?
Ende November 2003 wurden mit dem
C-QUADRAT ARTS Total Return Balanced, dem
C-QUADRAT ARTS Total Return Dynamic und
dem C-QUADRAT ARTS Total Return Bond drei
neue Fonds lanciert. Damals verwaltete ARTS
rund 50 Millionen Euro.
Wurden die Fonds auf Kundendruck oder auf derzeit nicht angedacht. Wir haben vor gerau-
Basis eigener Überlegungen aufgelegt? mer Zeit Kooperationen mit DWS, der Fondsge-
Willert: Wir sind auf die Wünsche unserer sellschaft der Deutschen Bank, oder mit der
Kunden eingegangen. Mit den Varianten Bond, Schweizer Basler Versicherung abgeschlossen.
Balanced und Dynamic konnten verschiedene Zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten werden
Risiko-Ertrags-Profile für konservative bis risi- laufend geprüft.
kofreudige Investoren dargestellt werden. Damit In Summe ist die Rechnung aufgegangen. Die
war es auch möglich, auf unterschiedliche Anla- ARTS-Fonds verwalten aktuell ein Volumen
gezeiträume abzuzielen. von rund 2,6 Milliarden Euro. Was ist das für
Herr Willert, ab wann waren Sie sich Ihrer ein Gefühl?
Sache sicher? Wie gingen Sie mit dem Rieß: Der Track Record beträgt nun 15 Jahre.
Anstieg des verwalteten Vermögens um? Mir war von Anfang an klar, dass eine Anlaufzeit
Ich habe relativ schnell begonnen, nicht nötig ist, bis Kunden erkennen konnten, dass
mehr in absoluten Beträgen sondern in Prozen- das Handelsmodell funktioniert. Es gab über die
ten zu denken. Wenn zum Beispiel zehn Prozent
der Asset Allocation in die Börse eines Landes
investiert wurden dachte ich nicht mehr daran
ob es in Beträgen gerechnet um fünf, 50 oder
500 Millionen Euro ging. Ich habe mich an Die ARTS-Fonds
Gewichtungen orientiert, das Denken in Pro-
zentsätzen hat sich unbewusst entwickelt. Das sind eine intelligente
hat die Angst vor Veranlagungen größerer Geld- Geldanlage.
beträge reduziert.
Wer sind eigentlich Ihre Kunden?
Willert: Ich habe die ARTS-Fonds als Priva-
tinvestor entwickelt und die Produkte sind auch Zeit hinweg viele Privatkunden, die anfangs mit
primär an Private adressiert. Über 90 Prozent kleinen Beträgen eingestiegen sind. Viele haben
der Assets under Management kommen von Pri- in weiterer Folge ihre Investments aufgestockt
vatanlegern. Neben Einmal-Investments wurden und verschiedene ARTS-Fonds gekauft. Ich
in Summe bereits mehrere Hunderttausend habe ein gutes Gefühl, weil ich überzeugt bin,
Sparpläne auf ARTS-Fonds abgeschlossen. dass unser Handelsansatz eine langfristig sinn-
Wie viele ARTS-Produkte gibt es? Ist die Lan- volle Form der Geldanlage darstellt.
cierung weiterer Fonds geplant? Wo sehen Sie ARTS Asset Management nach
Willert: Es gibt aktuell 17 von ARTS gemanag- den nächsten 15 Jahren?
te Mandate. Eine Erweiterung der umfangrei- Rieß: Wir werden noch viel internationaler
chen Palette an C-QUADRAT ARTS-Fonds ist aufgestellt sein. ARTS hat noch viel Wachstums-
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