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ASSET MANAGEMENT
AUF DEN SPUREN VON
BILLY COBHAM
Leo Willert begann im Jugendalter autodidaktisch Schlagzeug zu spielen.
Nach jahrelangem Studium schaffte der erfolgreiche Geldverwalter
den Sprung auf die Bühne.
rst kommt der Wille, dann der Wohl- zu kaufen. Somit wurde es ein gebrauchtes
klang. Aber dass man sich als Novize goldfarbenes Schlagzeug der Marke Sonor
zuallererst an Musikstücken des legen- Action, das die Bandmitglieder aus dem priva-
Edären Drummers Billy Cobham ver- ten Keller eines Wiener Musikalienhändlers
sucht, ist doch ungewöhnlich. Das war Leo Wil- abholten. Willert: „Die Demontage des Sets
lert im Alter von 18 aber egal. Damals gründete war schnell erledigt. Aber der Aufbau im Pro-
er gemeinsam mit drei Schulkollegen seine ers- beraum, den uns der Vater des Keyboarders zur
te Band. Der Haken: Willert übernahm die Rolle Verfügung stellte, nahm Stunden in Anspruch.“
des Schlagzeugers ohne jemals zuvor auf eine Drummer Willert ging autodidaktisch ans
Trommel geschlagen zu haben. Nicht viel bes- Werk. Das erste Musikstück, an das sich die
ser erging es dem Bassisten. Er besaß zwar Band heranwagte, war Red Baron von Billy
eine Bassgitarre, spielen konnte er darauf aber Cobham. Stilsicher näherten sich die vier
nicht. Dafür brachten der Gitarrist und der Key- Freunde anderen Größen der Jazzwelt an, zähl-
boarder musikalische Erfahrung ein. ten doch das Mahavishnu Orchestra und das
Jazz-Album Return to Forever von Chick Corea
Unbewusste Inkompetenz zu ihren Favoriten. Willert: „Damals gab es kei-
ne Musikvideos, die man als Vorlage nutzen
ARTS-Mastermind Willert: „Das Angenehme konnte. Wir mussten die Musik von Schallplat-
in dieser Phase der unbewussten Inkompetenz ten runterhören und auswendig spielen, weil
war, dass wir gar nicht wussten, wie schlecht kein Bandmitglied außer dem Keyboarder
unsere Performance wirklich war. Die Begeiste- Noten lesen konnte.“ Das sollte sich ändern.
rung überstrahlte den Mangel an Fähigkeiten.“ Willert begann eine Ausbildung am Musikkon-
Eine erste Hürde wurde bei der Beschaffung servatorium, das er bis heute besucht. Willert:
des Equipments genommen. Leo Willert: „Wir „Die wöchentliche Schlagzeugstunde ist auch
brauchten ein Schlagzeug, hatten aber kein immer eine Lektion in Demut.“ Aktuell spielt
Geld.“ Dieses Problem wurde dank der Hilfe Willert auf einem Schlagzeug namens DW
des Großvaters des Keyboarders gelöst. Er lieh Custom Series und steht mit der zwölfköpfigen
der Band 500 Euro und stellte den Jungmusi- Funk-Bigband FUNchestra und einem Jazz/
kern seinen VW-Bus zur Verfügung. Die 500 Fusion-Quintet namens ModernTimes mehr-
Euro reichten nicht aus, um ein neues Drumset mals im Jahr auf der Bühne.
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